Der Sündenfall

Der Mensch wurde nach Gottes Ebenbild mit Vernunft und freiem Willen erschaffen. Nun sollte er lernen, seinen eigenen Willen dem Willen Gottes zu unterwerfen: Nur ein Baum mittem im Garten Eden sollte bei Todesstrafe gemieden werden.

Aber der Satan benutzte die listige Schlange, um die Menschen in die Irre zu führen und zu verderben. Erst weckt die Schlange Zweifel an Gottes Gebot, nicht von der verbotenen Frucht zu essen, dann leugnet sie Gottes Drohung und verspricht göttliche Weisheit und Herrlichkeit, wenn sie von der verbotenen Frucht probieren.

Adam und Eva probieren die verbotene Frucht

Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen wäre und lieblich anzusehen, dass es ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte, und nahm von der Frucht und aß, und gab ihrem Mann auch davon, und er aß.

1. Mose. Kapitel 3. Vers 6.

Bildbeschreibung

Die arglistige Schlange hat sich an das schwächere Weib gewandt und zischt ihr die verbotenen Versprechungen ins Ohr. Das Weib konnte es nicht lassen, die verheißungsvolle Frucht anzuschauen und hat sich erhoben, um diese zu pflücken.

Mit der linken Hand hat sie einen Ast ergriffen und mit der rechten Hand bietet sie Adam fragend die verbotene Frucht an. Dieser kostet die Frucht trotz der in ihm aufgestiegenen Bedenken. Und so wird Eva die Verführerin Adams. Links vorne im Bild wird ein lüsterner Hase (Rammler) dargestellt, um die Sünde zu unterstreichen.

Lehren aus dem Sündenfall

  1. Meide das Verbotene: Schon der Anblick erweckt Spannung und Begierde. Eva hätte von der Schlange und dem Baum weggehen sollen. Als sie blieb, wurde ihre Neugier und Begierde immer heftiger.

Quellen:

  • Bild, Umschrift und Bildbeschreibung: Carolsfeld, Julius Schnorr von. Die Bibel in Bildern, Prachtausgabe. Verlag von Georg Wigand. Leipzig, 1860.
  • Text nach: Lisco, Friedrich Gustav. Die Bibel. G. W. F. Müller's Verlag. Berlin, 1844.
  • Lehren nach: Hübner. Kinder-Bibel enthaltend auserlesene Geschichten aus dem Alten und Neuen Testamente. Druckerei von Ludwig Albrecht Haller. Bern, 1824.
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