Kain gründet Henoch

Nachdem Kain seinen Bruder Abel ermordet hatte, sollte die Erde unter seinen Füßen ihm keine sichere Wohnstätte mehr bieten, der Acker, den er baute, sollte dem Mörder keinen Ertrag mehr geben - aus seiner Heimat sollte er verbannt sein. Voller Furcht vor blutiger Vergeltung, aber ohne Reue ging Kain vom Angesicht des Herrn in das Land der Verbannung.

Nachdem Kains Geschlecht über das Felsengebirge niedergestiegen war, lassen die Auswanderer sich hier in unfruchtbarer Gegend nieder und wenden sich vollkommen dem irdischen Leben zu: der weltlichen Kunst und Wissenschaft. Kain wird seinem Sohn Hanoch (oder auch Henoch) eine Stadt bauen, die er nach ihm benennt.

Kai gründet Enoch

Also ging Kain von dem Angesicht des Herrn und wohnte im Lande Rod jenseits Eden gegen den Morgen. Und Kain nahm ein Weib, die gebar den Hanoch.

Und er bauete eine Stadt, die nennete er nach seines Sohnes Namen Hanoch.

1. Mose. Kapitel 4. Vers 16 und 17.

Bildbeschreibung

An Kains Lagerstätte soll die neue Stadt Henoch entstehen. Eisen wird geschmiedet, Holz wird gehauen, Steine werden gebrochen, Mauern werden errichtet, Häuser werden erbaut, Brunnen werden angelegt und Wild wird geschossen. Das alles sehen wir auf dem Bild.

Kain, in der Mitte des Bildes, ist auf den Maßstab gelehnt und schaut unzufrieden und Unheil ausbrütend umher. Kain ist mit Gott und der Welt entzweit und hat für seine Frau und seinen Sohn, die zu seiner linken Seite knien, keinen liebenden Blick übrig.

Das allgemeine Trübsal das kainitischen Geschlechts wirkt sich auch auf die Tiere aus: Der treue Jagdhund wird ignoriert und das arme Lasttier links unten hat sich bis zum Tode geschuftet. Auch die neu hinzukommenden kainitischen Siedlier, die hinter Kain auftauchen, scheinen keine große Freude zu verspüren, ihre zukünftge Lebenswelt zu erreichen.

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