Opfer Kains und Abels

Kain ist Bauer geworden und bringt als Opfer seine Feldfrüchte auf den Altar. Abel hingegen ist Schäfer geworden und bringt als Opfer ein Schaf auf seinen Altar

Die Opfer Kains und Abels

Und der Herr sahe gnädiglich an Abel und sein Opfer: aber Kain und sein Opfer sahe er nicht gnädiglich an. Da ergrimmete Kain sehr und sein Gebärd verstellete sich.

1. Mose. Kapitel 4. Vers 4 und 5.

Bildbeschreibung

Aufrecht steigt Rauch in den Himmel, wo Gott gnädig die Opfergabe Abels entgegennimmt. Der kindliche Glaube Abels spiegelt sich in seinem Gesichtsausdruck und in seiner demütigen Haltung beim Gebet wider.

Kain, der Ackermann, hat ebenfalls einen Altar erbaut und einen Korb voller Früchte als Opfer gebracht, jedoch ohne Hingabe so wie Abel. Denn er kniet ohne Andacht nieder und seine Hände sind eher verkrampft als gefaltet und selbst der Rauch steigt von seinem Altar abwärts statt aufwärts, womit der Künstler die negative Energie darstellt, die von Kain ausgeht.

Voller Neid schaut er zu Abel hinüber, der in direktem Kontakt mit Gott steht. Die Hacke liegt neben Kain greifbar nahe. Wehe, wenn er die in ihm aufsteigenden, sündigen Gedanken nicht bezwingt.

Quellen:

  • Bild, Umschrift und Bildbeschreibung: Carolsfeld, Julius Schnorr von. Die Bibel in Bildern, Prachtausgabe. Verlag von Georg Wigand. Leipzig, 1860.
  • Text nach: Lisco, Friedrich Gustav. Die Bibel. G. W. F. Müller's Verlag. Berlin, 1844.
  • Lehren nach: Hübner. Kinder-Bibel enthaltend auserlesene Geschichten aus dem Alten und Neuen Testamente. Druckerei von Ludwig Albrecht Haller. Bern, 1824.
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